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Bonus-Zertifikate (1)
Open-End-Zertifikate (2)
Der Agrarbereich wird von Preiszyklen, einer Vielzahl von Anbietern, handelspolitischen Regulierungen und zusätzlichen volatilen Faktoren wie Wetter, Anbaumenge, konkurrierenden Anbauflächen und einer oftmals instabilen politischen Situation in den Anbauländern bestimmt.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Agrarrohstoffen – sogenannten „Soft Commodities“ – weiter wachsen wird. Der Hauptgrund hierfür ist die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Wohlstand in den Schwellenländern, allen voran China und Indien. Man nimmt an, dass die Menschen in diesen Ländern ihr Konsumverhalten ändern und die Nachfrage nach Genussmitteln wie zuckerhaltigen Süßigkeiten steigen wird.
Weiterhin wird angesichts der hohen Öl- und Benzinpreise von einer zunehmenden Bedeutung von nachwachsenden Rohstoffen zur Herstellung von alternativen Kraftstoffen wie Ethanol oder Biodiesel ausgegangen.
Diese Faktoren lassen auf eine zunehmende Nachfrage nach Zucker schließen. Seit 2004 befindet sich der Zuckerpreis in einer steten Aufwärtsbewegung. Diese erhielt zusätzliche Dynamik, nachdem die EU im November 2005 die Reform ihrer Zuckermarktordnung bekannt gegeben hatte. Zuvor herrschte auf dem europäischen Markt Überproduktion, während gleichzeitig die Exportpreise subventioniert wurden. Der Weltmarkt für Zucker hatte sich dadurch stark verzerrt.
Nachdem die Jahre 2004 und 2005 von erheblichen Kurssteigerungen geprägt waren, ereichte der Zuckerpreis im Februar 2006 ein Mehrjahreshoch bei gut 19 US-Cent je amerikanischem Pfund. Danach kam es zu deutlichen Kursrückgängen. Grund hierfür war das hohe Zuckerangebot, das durch Produktionsausweitungen geschaffen wurde. Von März bis Ende 2007 hat sich der Zuckerpreis im Bereich von 10 US-Cent stabilisiert. Danach stieg der Preis wieder auf knapp 14 US-Cent.