Rohstoffwissen

Agrar-Rohstoffe: Weizen

Weizen

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Agrarrohstoffen - sogenannten „Soft Commodities“ - mit der wachsendem Weltbevölkerung und vor allem mit zunehmendem Wohlstand in den Schwellenländern - vornehmlich China und Indien - weiter steigen wird. Man nimmt an, dass die Menschen in diesen Ländern ihr Konsumverhalten ändern und die Nachfrage nach Lebensmitteln wie Fleisch steigen wird, was wiederum Auswirkungen auf die Nachfrage nach Getreide als Futtermittel haben könnte.

Diese Faktoren lassen auf eine zunehmende Nachfrage nach Weizen als Grundnahrungs- und Futtermittel schließen. Das Angebot für das Getreide bestimmt sich über die Größe der Anbauflächen und über die Ertragsraten, die außerdem von den Wetterverhältnissen beeinflusst werden.

Die Preisentwicklung von Weizen unterliegt Zyklen. In den Anbau von Weizen wurde aufgrund niedriger Preise in den vergangenen Jahren weltweit weniger investiert, sodass sich die Anbauflächen verknappten. Dadurch sanken bei gleichzeitig wachsender Nachfrage die Lagerbestände. Zur steigenden Nachfrage kam hinzu, dass zuletzt die Ernten in wichtigen Anbaugebieten wie Kanada, Russland und Australien witterungsbedingt schlecht ausfielen. Die Folge war, dass der Weizenpreis im Jahr 2007 deutlich anzog. Im ersten Quartal 2008 setzte sich die Kursrally fort.

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