Rohstoffwissen

Agrar-Rohstoffe: Kaffee

Kaffee

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Der Agrarbereich wird von Preiszyklen, einer Vielzahl von Anbietern, handelspolitischen Regulierungen und zusätzlichen volatilen Faktoren wie Wetter, Anbaumenge, konkurrierenden Anbauflächen und einer oftmals instabilen politischen Situation in den Anbauländern bestimmt.

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Nachfrage nach Agrarrohstoffen - sogenannten „Soft Commodities“ – weiter wachsen wird. Der Hauptgrund hierfür ist die wachsende Weltbevölkerung und der zunehmende Wohlstand in Schwellenländern mit hohem Wirtschaftswachstum, allen voran China und Indien. Man nimmt an, dass die Menschen in diesen Ländern ihr Konsumverhalten ändern und die Nachfrage nach Genussmitteln wie Kaffee und Kakao steigen wird.

Diese Faktoren lassen auf eine zunehmende Nachfrage nach Kaffee schließen. Nach Jahren niedriger Kaffeepreise stiegen die Futureskontrakte an der NYBOT (jetzt ICE) von 2004 bis März 2005 an. Infolge der zuvor niedrigen Preise war die Produktion weniger rentabel; sie ging zurück, und Lagerüberschüsse wurden abgebaut. Damit stand ein verknapptes Angebot steigendem Verbrauch gegenüber. Von März 2005 bis Ende 2007 pendelte der Kaffeepreis lange unter hohen Schwankungen seitwärts. Im Februar 2008 verließ der Preis schließlich den Seitwärtstrend und übersprang die Marke von 1,40 Dollar je amerikanischem Pfund nachhaltig. Erfahrungsgemäß haben Prognosen über mögliche Ernteausfälle durch schlechte Wetterbedingungen einen preistreibenden Effekt.

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